Haus des Geistes
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ProSophia Ausgabe 01. Mai 2004


Liebe Freunde,

endlich ist es soweit! Die seit langem ange kündigte Zeitschrift der Denkschule erscheint. Mit ihrem Erscheinen verbindet sich die Hoffnung meinerseits, die vielen wertvollen Kontakte und Verbindungen zu anthroposophisch bewegten Menschen erhalten und vertiefen zu können. Diese, vor allem aus der Arbeit der Denkschule in Hamburg und der Veröffentlichung meines Buches resultierenden Freundschaften, Bekanntschaften und Interessenschaften zeigen, daß die Zahl jener Menschen, die auf eine bestimmte Weise seelisch-geistiges Wachstum suchen, sehr viel größer ist, als ich ursprünglich annahm. Das ist eine sehr schöne, zu Herzen gehende Erkenntnis für alle, die bei ihrer spirituellen Suche in eine gewisse menschliche Isolation geraten sind. In einer solchen Situation durchlebt man Phasen des Zweifels und der Einsamkeit, die vermeinen lassen, der einzige zu sein und von allen anderen mißverstanden zu werden. Um so befreiender und beruhigender ist es, zu erfahren, daß es viele ähnlich gestimmte Menschen gibt, die vergleichbare Erlebnisse durchlitten haben. Es erscheint mir daher als eine wirkliche Notwendigkeit, diese mit mir verbundenen Menschen vermittels einer Zeitschrift nun auch untereinander zu verbinden.
Ein weiteres Argument für die Zeitschrift ergibt sich aus der folgenden Betrachtung: Der große Zuspruch, den sowohl die Arbeit der Denkschule als auch das Buch „Die Offenbarung der Engel und die achte Sphäre" bisher erfuhren, läßt vermuten, daß die Intentionen dieser Arbeit in gewisser Hinsicht den Forderungen unserer Zeit entsprechen. Daher erscheint es mir geboten, die Wirksamkeit der empfangenen Impulse durch das Medium einer Zeitschrift zu erweitern. Ich bitte, dies im richtigen Sinne zu verstehen, es handelt sich nicht um private Wünsche und Liebhabereien, sondern um Aufgaben, die an mich herangetreten sind.
Mit der ProSophia will ich in besonderer Weise versuchen, ein Gespräch zwischen anthroposophisch interessierten Menschen zu entfachen. Dabei soll der übliche Rahmen einer Zeitschrift bewußt überschritten werden. Denn Zeitschriften zeigen in der Regel jenen leicht überheblichen Duktus, den man überspitzt formulieren könnte als: Die Wissenden schreiben für die Unwissenden. Dies ist - wie gesagt - überspitzt formuliert und gewiß von den meisten Autoren und Redakteuren so nicht gemeint. Es sollte das jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch und vor allem in anthroposophischen Artikeln sich oftmals Behauptung an Behauptung reiht, als handelte es sich um das sichere Wissen des Autors. Längst nicht immer wird angegeben, woher der Autor sein Wissen bezog, und nur selten wird der Leser in die Lage versetzt, das Behauptete zu überprüfen. Dagegen soll mit dieser Zeitschrift versucht werden, statt der Monologe im Stile der Behauptungen eine Kommunikation auf der Basis von Fragen und Vorschlägen zur Antwort zustande zu bringen.

Hans Bonneval




 
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