Haus des Geistes
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ProSophia Ausgabe 03. Februar 2005


Inhalt

In eigener SacheSeite 2
Seminarbericht: Schöpferisches Denken in der Kunst - Betrachtung der Bilder von Emma Volquardsen
Seite 4
Was die Seele bewegt-Leserbeiträge: Moralität
Seite 14
Außersinnliches: Gesichter
Seite 17
Seminarbericht: Naturbetrachtung und Erlösung Teil 2                          Besuch des Bauckhofes
Seite 18
Engel heute - Webt der Engel noch im Astralleib?
Seite 23
Die Traumerlebnisse der Barbara Vetter
Seite 28
Herbstimpressionen und die Elementarwesen der Technik
Seite 31
Veranstaltungen
Seite 38
Impressum
Seite 40

Liebe Freunde,
erstens kommt es immer etwas anders und zweitens auch viel später als man denkt. Das gilt zumindest für die ProSophia Nr. 3, und hat seine guten Gründe vor allem darin, daß wir dieses Mal deutlich mehr Zuschriften erhielten als nach der ersten Ausgabe. Das soll allerdings nicht heißen, daß wir nun schon ausreichend oder gar zu viele Leserbeiträge bekommen hätten, doch wir wollen nicht unbescheiden sein. Vielen Dank also für Grüße, Lob, Zuspruch und vor allem für die interessanten Beiträge, die aber in der Regel doch einer intensiven Bearbeitung durch uns bedürfen. Vielen Dank auch für die finanziellen Beiträge, die wir doch sehr dringend brauchen, und von denen wir durchaus noch mehr brauchen könnten (wer hätte das gedacht?), um die anfallenden Kosten decken zu können. Dabei ist zu bedenken, daß die meisten Exemplare unseres Blattes zunächst als Werbung weitergegeben werden, ohne auch gleich einen Rücklauf zu haben. Das ist normal, aber eben doch teuer. Außerdem liegen wir mit den Kosten bei dieser Seitenstärke schon eher bei 3 Euro Stückpreis. In diesem Zusammenhang möchte ich auf unser neues Schenkgeldkonto hinweisen. Wer also möchte, daß unsere Zeitschrift weiterhin erscheinen kann, der zögere weder mit seinem schriftlichen noch mit seinem monetären Beitrag:

Begünstigter: Hans Bonneval
Konto IBAN: DE76200505501315466977
Text: Schenkung

Eine weitere Neuigkeit ist unsere von Heidemarie Ehlke gestaltete Web-Site:

Und selbstverständlich ist auch dies: Wer unser Blatt ungefragt zugeschickt bekommt, es aber nicht erhalten möchte, der gebe uns doch bitte einen entsprechenden Hinweis.
Die vorliegende dritte Ausgabe steht ganz im Zeichen der Bilder. Dank der Fotos Emma Volquardsens von ihren wunderschönen Werken und der auf ganz andere Weise schönen Fotos Archibald Kleinaus vom Besuch des Bauckhofes, haben wir diesmal viel Abwechslung für die Augen zu bieten - leider nicht in Farbe, aber das wäre beim besten Willen nicht zu bezahlen.
Inhaltlich ist allerdings wieder höchste Konzentration geboten. Stark vertreten neben Kunst und Engeln ist diesmal das gern vernachlässigte Thema der Ernährung, zu welchem die Denkschule im vergangenen Jahr drei Veranstaltungen durchgeführt hat. Entsprechend berichten wir über unseren Besuch auf dem Bauckhof in diesem Heft. Der Seminarbericht zur die Kochvorführung „Essen & Denken" und der Bericht vom Besuch der Demeter-Gärtnerei Sannmann werden in der nächsten Ausgabe folgen. Letzteres gilt auch für einige der im vorigen Heft angekündigten Beiträge. Nicht alle Berichte wurden rechtzeitig fertig. Außerdem wollten wir vermeiden, daß diese Ausgabe die Seitenstärke des Hamburger Telefonbuches übersteigt und mußten uns daher auf wenige der ausführlichen Berichte beschränken. Besonders hinweisen möchte ich auf den interessanten Beitrag von Barbara Vetter unter der Rubrik „Engel heute". Hierzu wünsche ich mir einen intensiven Austausch mit Euch, denn die Kultivierung der Seelenimpulse ist nach wie vor ein Hauptanliegen der ProSophia. Zu den Seelenimpulsen sandte uns Simone Heubach einen sehr interessanten Beitrag, von dem wir zunächst die nachfolgenden Auszüge veröffentlichen möchten. Sie schreibt: „Damit, daß ProSophia kein Ein-Weg-Medium, sondern wirkliches Gespräch sein und werden will, kann ich mich im Herzen verbinden ... dafür bin ich auch da, eben das zu unterstützen und zu fördern durch Tat und Wort." In besonderer Weise berührt war sie von einem Satz zur Kultivierung der Seelenimpulse aus unserer zweiten Ausgabe. Sie schreibt: „Es steht da auf Seite 2, 2. Spalte unten: »... sich selbst in all seinen Eigenarten und Möglichkeiten zu erforschen und sozial zur Geltung zu bringen.« Das ist da einfach so hingeschrieben! Und ist wie ein Paukenschlag in dieser inneren Welt. Wie ein Donnerschlag. Wie vom Blitz gerührt sitze ich da, wo für einen Moment dieses einzige Wort „sozial" all die Bereiche in meinem Leben erleuchtet hat, die da eben noch im Dunkeln liegen, noch nicht im Sozialen fruchtbar gemacht sind."

Ja, liebe Freunde, hier hat jemand bemerkt, was gemeint war mit dem Sozialen, denn sollten wir je ein wirkliches Christentum entwickeln können, so wäre es genau in diesem Bereich zu suchen. Nicht in innerer Weltabgeschiedenheit wirkt die Christus-Kraft heute, sondern im Sozialen: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." (Matth.18, 20) - so hat es der Christus selbst ausgesprochen. Rudolf Steiner wies immer wieder darauf hin, daß man heute den Christus nicht mehr als Mönch in der Klause suchen könne, sondern nur durch die Ausbildung eines sozialen Interesses wird finden können. Dazu aber braucht man Mut. Man braucht den Mut, seine eigenen Gedanken und Gefühle, diejenigen, die man ganz aus sich selbst geformt und gebildet und nicht von anderen übernommen hat, dasjenige, was man ganz aus dem Christus in sich, aus dem ICH heraus gestaltet hat, dieses von vielen Menschen wenig geschätzte Ureigenste zu kultivieren und sozial zur Geltung zu bringen. Das erfordert Heldenmut, michaelischen Mut. Aber liebe Freunde, nur das, was wir selber schaffen an Erkenntnissen und Taten, sind wir. Der Mensch ist, was er erkannt und getan hat aus seinem Ich heraus. Aber das ist der Weg zu einem neuen Christentum, welches mit dem Kirchen- Christentum nur sehr wenig gemein haben wird: Vertrauen zu entwickeln gegenüber den Fähigkeiten des Ich, dem Selbsterschaffenen, dem schöpferischen Denken, zum Christus in uns. Und wiederum dies war und ist der Grund für die Einrichtung der Denkschule und insbesondere der sozialen Anstrengungen innerhalb der Denkschule, die nun in der Kultivierung der Seelenimpulse über unsere ProSophia ihre besondere Form gefunden haben. Ich bin der Simone Heubach außerordentlich dankbar für diese offenen Worte, die sehr viel besser deutlich machen, um was es eigentlich geht, als alle flammenden Worte von mir. Ihren vollständigen Beitrag werden wir zu einem späteren Zeitpunkt abdrucken.

Übrigens, unsere liebe Freundin Ingrid Wullen-Weber (Hamburgs erste Gebrauchsgraphikerin) versucht gerade den „Weltenhumor" - ein etwas schelmisches Elementarwesen, welches Rudolf Steiner in seiner Holzplastik des Menschheits-repräsentanten nachgeschaffen hat - zu zeichnen. Das nachgezeichnete Elementarwesen soll dann über einer neuen Rubrik unseres Blattes mit dem Titel „Weltenhumor" thronen. Ihr ahnt schon, was wir unter dieser Überschrift bringen wollen - ganz richtig, Humor! - aber eben keine Kalauer - nichts von alldem, was so als Witze weitererzählt wird, sondern bringen wollen wir auch hier nur Ureigenstes. Wer Lustiges erlebt, sei es im echten Leben oder auch nur in der Vorstellung und sich entsprechend bemüht, auch diese Seelenimpulse zu kultivieren, der möge uns doch bitte nicht damit verschonen. Sobald die Ingrid das humorige Elementarwesen auf das Papier gebannt hat, werden wir euch jedenfalls nicht mehr schonen. Nun ja, liebe Freunde, das sind bei aller Katastrophenstimmung in der Welt doch immerhin heitere Aussichten.

Hamburg, im Januar 2005


 
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