Haus des Geistes
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ProSophia Ausgabe 07. April 2007


Inhalt

In eigener SacheSeite 2
Titel-Thema: Bio ist „Megatrend 2007“
Seite 5
Zwei Freunde gingen von uns
Seite 9
Gesetz und Sünde – von den Problemen eines ungesunden RechtslebensSeite 12
Klima-Katastrophen, Chemtrails und seelische Hygiene
Seite 20
Die einstige Abkühlung Sibiriens durch Planeteneinfluß und FixsternbewegungSeite 24
Die Zerstörung der Wärmeatmosphäre der Erde durch den falschen Umgang mit dem Denken
Seite 28
Leserbeitrag von Waltraud Gundlach:
Erleuchtung durch die Gurke - Finsternis in „ Spiegel“ und „Welt“
Seite 32
Das verwahrloste Denken in der WissenschaftSeite 35
Leserbeitrag von Wolf-Detlef Felgenträger:
Warum wird so wenig gegen die Not in der Welt getan?
Seite 41
Leserbeitrag von Birgit Lempelius:
Gedicht aus dem Seminar „Mensch und Natur“ 2006
Seite 42
Kreative Obstteller - nicht nur für Kinder
Seite 43
Weltenhumor
Seite 45
Impressum
Seite 46
Wo die Form den Menschen heilt (Johannes Gabert)
Seite 71
Weltenhumor
Seite 75
Impressum – zur Finanzierung
Seite 77
Seminar „Übungswege“ - Naturbetrachtung 2012 (Anmeldeformular)
Seite 78
Kursprogramm 2012 der Schule für Neues Denken
Seite 80

Liebe Freunde,
viel, sehr viel ist geschehen seit unsere letzte Ausgabe erschien, deren Veröffentlichungs-Zeitpunkt genau in die Zeit unseres Umzuges fiel. Von diesem Gesichtspunkt her war der Termin recht unpassend gewählt. Doch wir wollten die Leser nicht länger warten lassen auf das, was bereits geschrieben oder aber angefangen worden war. Mit aller Kraft stellten wir die Ausgabe 6 fertig inmitten von Umzugskartons, Koffern und Plastikbeuteln. Doch sobald die Hefte gedruckt waren, stürzten wir uns auf die unerledigte Arbeit an Haus und Garten und sind heute noch lange nicht fertig. Deshalb hat es nun auch so lange gedauert, diese siebte Ausgabe fertigzustellen.
Ganz aktuell greifen wir in dieser Ausgabe die gegenwärtig recht populären Themen der Bio-Kost und des angenommenen Klimawandels auf, die sogar beide noch in einem engen Zusammenhang stehen. Der Kampf um eine gesunde Ernährung ist in eine entscheidende Phase getreten. Die stark gestiegenen Umsätze des Bio-Handels ha­ben deutlich gemacht, daß einer großen Anzahl von Menschen natur­gemäße Nahrungsmittel wichtig sind. Die Bild-Zeitung meint: „Bio ist der Megatrend 2007“. Ähnlich äußert sich der Stern, obwohl beide Blätter eher abwiegeln und die Euphorie zu dämpfen versuchen, als daß sie Fürsprecher des Trends wären. Ich hoffe, daß es im Zuge dieser Bio-Popularität auch gelingt, die Gentechnik zurückzudrängen, denn dabei steht die gesamte Natur auf dem Spiel. In diesem Zu­sammenhang sei noch einmal auf unsere Ausgabe 5 verwiesen mit dem Artikel „Gentechnik - ein Eingriff in den Logos?“. Besonders wichtig erscheint mir, daß der Demeter-Landbau den Bio-Boom nut­zen, seine Position gegenüber bloßem „Bio“ deutlich machen sollte, so wie wir es in unserem Artikel „Bio ist Megatrend 2007“ versucht haben. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Ergeb­nis einer Studie von Professor August Raggam. Er fand heraus, daß überschüssiges COin der Luft durch eine Vermehrung des Humus im Boden gebunden und für die Pflanzen verwendet werden könnte. Würde die gesamte Landwirtschaft biologisch­-dynamisch wirtschaften, d. h. auf die Humusbildung setzen, dann würde sich der sämtliche Kohlendioxyd-Überschuß binden lassen. Das würde beim normalen Bio-Landbau noch nicht erreicht werden können, sondern erst durch die biologisch-dynamische Wirtschafts­weise. Dies ist eine ungeheure Aussage. Es klingt, als gäbe es noch eine Chance. Ich bin gespannt, wie man dieses Argument wieder aushebeln wird in der öffentlichen Darstellung. In jedem Falle ist die Ernährungs-Frage im Aufwind und wir dürfen die Chancen, die bio­logisch-dynamische Sache und damit die Anthroposophie bekannter zu machen, nicht versäumen.
Im sechsten Heft wurde angekündigt, daß wir den Druck nicht mehr in der gewohnten Form würden finanzieren können und daß wir deshalb als Beilage im Trigolog erscheinen würden. Das wäre für die ProSophia und die Denkschule eine sehr gute Werbung gewesen, weil der Trigolog in ganz Deutschland ausliegt und eine riesige Auflage hat. Aber leider wären für eine solche Veröffentlichung unsere Kosten immer noch zu hoch gewesen, so daß wir uns nun entschlossen haben, vorerst das Heft in dieser einfachen, fotokopierten Form in kleinerer Auflage herauszugeben. Die finanziellen Zuwendungen an die ProSophia sind zwar in Einzelfällen schon erfreulich hoch gewesen. Doch die Zahl der freiwilligen Spender ist recht gering geblieben. Zudem ist die Zahl der Teilnehmer an den Kursen der Denkschule zurückgegangen, so daß dort kaum noch Überschüsse erzielt werden. Hinzugekommen zu diesen etwas widrigen Umständen ist der überraschende Tod unseres Freundes und Helfers Archibald Kleinau, der für uns den Satz und den Druck auf professionelle Weise betreut hat. Auch der Vertrieb wurde von ihm mit besorgt. Er hatte allerlei Verbindungen, die wir nun künftig nicht mehr nutzen können, so daß wir uns für eine kleine Auflage in kostengünstiger Form entschieden haben. Zu Archibald Kleinaus Tod siehe den Artikel „Zwei Freunde gingen von uns“. Dieser etwas rückläufige Trend ist auch sonst zu bemerken. Das Interesse an unserer Arbeit geht allmählich zurück. Neben den Kursen der Denkschule sind nun auch unsere Einzelvorträge weniger besucht. Auch die Leserzuschriften an die ProSophia sind weniger geworden und ebenso die Zuschriften zu meinen beiden Büchern. Die Weltverhältnisse werden ständig härter. Die Menschen sind ratloser denn je. Man traut der Spiritualität nicht mehr zu, an der eigenen Lage oder den äußeren Verhältnissen noch etwas ändern zu können. Die Presse bzw. die Medien überhaupt sind der Anthroposophie nach wie vor feindlich gesonnen, wie unser Beitrag „Erleuchtung durch die Gurke - Finsternis in Spiegel und Welt" deutlich macht. Insofern ist einfach kein Durchdringen möglich zu den potentiell interessierten Menschen. Denn viele sind zugänglich, wenn man ihnen die spirituellen Zusammenhänge in der richtigen Weise nahebringt. Doch sobald man „Anthroposophie“, „Rudolf Steiner“ oder „Christus“ sagt, winken viele ab, die aber zuhören, wenn man ihnen die Inhalte ohne bestimme Reizworte vorführt. Daran ist nicht zuletzt die ewig negative Presse schuld. Wer uns nicht kennt und mediennah lebt, der muß einfach schon von vornherein eine ablehnende Meinung haben. Damit müssen wir wohl vorerst leben.
Ansonsten aber geht mein Studium der Anthroposophie munter voran. Immer neue Themen, über die gearbeitet und berichtet werden müßte, werden entdeckt. Der Studienkurs der Denkschule hat mit dem Thema „Christus und die Neue Trinität“ im vergangenen Jahr wirklich tiefe Erkenntnisse bewegt und wird dieses Thema 2007 weiterstudieren. Es gibt daher immer noch genug zu berichteten, wie man an dieser Ausgabe sehen kann. Und wenn die Leser Interessantes entdecken, über das sie berichten oder nach dem sie fragen möchten, dann sollen sie doch bitte nicht zögern, uns zu schreiben. Wir freuen uns über jede Zuschrift. Wobei wir allerdings nur das abdrucken, was wir inhaltlich vertreten können. In dieser Hinsicht hat es gewiß einige Enttäuschungen gegeben, weil wir bestimmte Beiträge nicht veröffentlicht haben, da sie nach unserer Auffassung schwere Fehler oder Angriffe gegen andere Personen und Einrichtungen enthielten, hinter die wir uns nicht stellen wollten. Das bedeutet aber nicht, daß man bei uns seine Meinung nicht äußern kann - im Gegenteil. Wir haben kein Problem auch strittige Thesen und Meinungen zu veröffentlichen, denen wir selber nicht zustimmen. Es kommt dabei auf die Form an, in der diese Thesen abgefaßt sind. Solange Fragen bewegt werden und Vorschläge zu Lösung gemacht werden, kann ja jeder Leser schauen, ob er den zustimmen mag oder nicht. Wenn aber behauptet wird: So sei es! Das wüßten doch alle ..., dann wird es schwierig. Wenn jemand beispielsweise schreibt, Rudolf Steiner habe um die soziale Gemeinschaftsbildung zu erleichtern, die Idee der Dreigliederung entwickelt, dann kann man das nicht einfach drucken, weil es zuviel Verwirrung im sensiblen Bereich erzeugt. Denn Rudolf Steiner hat überhaupt keine Ideen, Meinungen oder These gehabt und veröffentlicht, sondern er hat den Geist, die Idee des Menschen anschauen können und an diesem Geist erfahren, daß der Mensch dreigegliedert ist. Er besteht aus Geist, Seele und Leib. Und ebenso besteht die Welt aus geistiger Welt, aus seelisch-astralischer Welt und aus der ätherisch-mineralischen Welt. Entsprechend dieser Tatsache, muß jede menschliche Einrichtung auch diese drei Glieder haben. Immer muß es eine Idee, einen Geist und zu dessen Pflege ein Geistesleben geben. Es bedarf stets einer vermittelnden Seele und um diesen Bereich im Sozialen zu pflegen eines entsprechenden Rechtslebens. Ebenso hat alles seine irdische Erscheinung dem menschlichen Leib entsprechend und dessen Pflege braucht ein Wirtschaftsleben. Diese in der Welt überall vorhandene Dreigliederung ist keine Idee zur Gemeinschaftsbildung, sondern die Idee für den Kosmos bzw. für unser Sonnensystem. Daß man dieses kosmische Gesetz auch bei der Gemeinschaftsbildung berücksichtigen muß, ist nur natürlich aber es ist nicht speziell für die Gemeinschaftsbildung vorhanden, sondern liegt der ganzen Welt zugrunde. Hätten wir nun aber den obigen Satz veröffentlicht, so hätten längst nicht alle Leser bemerkt, was daran unstimmig ist. Wir hätten es dann entsprechend kommentieren müssen, denn sonst hätte etwas ganz falsches in unserer ProSophia gestanden. Der unbedarfte Leser hätte gedacht: Ach ja, der Steiner hat sich da was ausgedacht, die Dreigliederung des sozialen Organismus, soll wohl ein schöne Sache sein. Ja, liebe Freunde, dies ist nur ein harmloses Beispiel, welches zeigen soll, daß die Veröffentlichung von Leserbriefen eine sensible Sache ist. Sicher können jedem beim Verständnis der Anthroposophie Fehler unterlaufen. Ich selbst kann da auf eine lange Geschichte der Irrtümer zurückblicken. Aber wenn man sich irrt, dann zeigt dies doch nur, daß man die eigentliche anthroposophische Methode des Denkens nicht verwendet hat, und wollte man hart sein, müßte man sagen, daß man deshalb ja gar kein Anthroposoph sein könne. Denn Steiner hat immer wieder unmißverständlich darauf hingewiesen, daß man vor allem ein wahrheitsfähiges Denken entwickeln müsse. Nach ihm genüge es nicht, bloß nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, sondern man müsse sich schon um die Wahrheit bemühen, wenn man etwas behaupten wolle. Aber schon diesen Satz versteht der normale Mensch nicht. Er glaubt nicht, daß es Sinn hätte, sich um die Wahrheit zu bemühen, wenn sie nicht schon offensichtlich ist. Er meint: Entweder ich kenne die Wahrheit oder ich kenne sie nicht, aber sich um sie zu bemühen, wenn man sie nicht kennt - wie soll das gehen? Dabei würde in den meisten Fällen schon die einfache Frage, ob die Aussage zutreffend sei, genügen, um den Irrtum offenbar werden zu lassen. Man brauchte sich nur, wenn man bestimmte Aussagen treffen will, deren Inhalt noch einmal stark vergegenwärtigen, verbunden mit der ernsten Frage, ob das alles wirklich zutreffend sei. Würde man dann ohne Antwort ins Bett gehen, dann würde man vermutlich schon am nächsten Tag die ersten Zweifel spüren für den Fall, daß man sich tatsächlich irrt mit dem, was man aussagen will. Die beste Methode, über anthroposophische Inhalte zu sprechen und schreiben, ist nach meiner Auffassung, daß man seine Thesen und Meinungen deutlich als solche kennzeichnet, indem man schreibt „... ich meine ..., ich glaube ..., nach meiner Erfahrung ... usw.“ oder man zitiert Rudolf Steiner wörtlich. Gewiß ist das nicht immer leicht zu verwirklichen. Ich selbst habe bestimmt schon allerlei Sätze geschrieben, die Problematisches enthalten. Ich bemühe mich daher, so vorsichtig wie möglich zu sein und hoffe, daß die anthroposophische Methode mich nicht im Stich läßt. Man muß also nicht ein großer Kenner sein, wenn man über anthroposophische Themen schreiben will, sondern man muß sein Denken wahrheitsfähig erzogen haben, dann wird man nicht im Irrtum bleiben. Man wird merken: Da stimmt etwas nicht. Aber genau das ist es, was die Welt so sehr braucht: Menschen, die in Fragen leben und im Denken und Fühlen wahrheitsfähig geworden sind. Möge das möglichst vielen gelingen.

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